Hinter den sieben Gleisen

von Katja Früh, Schauspielerin, Dramaturgin und Regisseurin
nach dem Filmklassiker ihres Vaters, Kurt Früh
Aufführungsrechte beim Breuninger – Verlag Aarau
Regie: Franca Basoli

Der Online-Vorverkauf ist offen!

HANDLUNG
Manche Film- und Theaterliebhaber erinnern sich an den Filmklassiker „Hinter den sieben Gleisen“ des grossen Schweizer Regisseurs Kurt Früh. In der diesjährigen Produktion spielt die Aemtler Bühne die Theaterfassung dieses Meisterwerks, verfasst von der Schauspielerin, Dramaturgin und Regisseurin Katja Früh, der Tochter von Kurt Früh.

Der Film erschien 1959 in den Kinos von Zürich. Er lief ununterbrochen 14 Wochen lang und zog über 500`000 Zuschauer an. Er löste aber auch kontroverse Diskussionen aus, denn er war damals durchaus gesellschaftskritisch.

Die drei Clochards Barbarossa, Dürst und Clown stellten Aussenseiter dar; Menschen am Abgrund des aufblühenden Wirtschaftswunders. Solche waren in weiten Kreisen nicht gern gesehen. Genau für sie interessierte sich aber Kurt Früh. Er recherchierte gründlich, freundete sich mit einzelnen an und lud sie als Zuschauer zu den Dreharbeiten ein. „Warum hat es sie alle „verjagt“?“ fragte er sich laut einem Zitat aus seinen Memoiren. Diese Frage taucht, fast wörtlich gleich, an einer bestimmten Stelle im Stück auf.

„Hinter den sieben Gleisen“ – „Hinter den sieben Bergen“: Der Bezug zum berühmten Märchen von „Schneewittchen“ ist offensichtlich und gewollt. Beide Mal geht es um Schutzsuchende; mit dem Unterschied, dass es sich in unserer Geschichte nicht um eine Königstochter handelt, die vor der Eifersucht der Stiefmutter flieht, sondern um Inge, eine Hausangestellte aus Deutschland, schwanger und allein – und die Beschützer sind nicht niedliche Zwerge, sondern, wie gesagt, Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie reagieren fürs erste verwirrt, verunsichert, ja teilweise mit offener Ablehnung auf die Hilfe Suchende. Das allerdings ändert sich langsam aber sicher im Lauf der Geschehnisse… Wie diese Wandlung gezeigt wird, gehört zu den wunderbaren Feinheiten dieses Films, dieses Theaterstücks. Ja, es passieren Wunder im Lauf der Geschehnisse, und auch ein „Prinz“ ist da, mit dem dazu gehörenden Happy End…

Im Lauf der Arbeit haben das Ensemble und die Regisseurin zunehmend den Reichtum der Vorlage entdeckt: Die prägnanten und dennoch fein gezeichneten Charaktere der Figuren, das Wechselspiel von handfesten Auseinandersetzungen und tiefer Solidarität, die Nähe von Komik und Tragik.

Lieder begleiten das Geschehen, gliedern es und setzen Schwerpunkte, stellen Bezüge zu allgemein menschlichen Fragen und Themen her. Zum Vorschein kamen im Lauf der Arbeit immer mehr Wahrheiten, die, unabhängig von der zeitlichen Aktualität, ihre Gültigkeit haben und uns etwas angehen – so wie in jedem richtigen Märchen.

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